archifizierung wien-shanghai

mit hilfe eines skizzenbuches wird der „gestus der landschaft“ wie anestis logothetis dies nennt aufgezeichnet.

gesucht werden nicht nur landschaften sondern auch formen und charakteristische linienzüge. dadurch entstehen, in einer cronologischen reihenfolge, anektodische grossteils vom inhalt abstrahierte linien.

diese linienzüge werden digitalisiert und dienen als ausgangspunkte eines algorithmisches prozesses der eine architektonische form innerhalb eines bereiches von ca. 50x50x200 cm generiert, die als architekturalisierung der reise zu verstehen ist.

zum architekturalgorithmus

beim algorithmischen prozess werden die die linien zu flächen extrudiert. jede stunde wächst der turm um 5 mm. bei  jedem prozessschritt ist es möglich neue „gesten der landschaft“ als input zur verfügung zu stellen, diese neuen linien werden auf dem grundfeld, in der jeweils aktuellen höhe plaziert, die extrusion beginnt im nächsten prozessschritt. weiters wird die bewegung und drehung der extrusion durch die angabe der jeweiligen aktuellen GPS daten, die in die wichtung der stochastischen entscheidungen einfliessen, determiniert.

mehrer linien können, wenn sie zum gleichen zeitpunkt im skizzenbuch entstehen eine fläche und in der folge einen körper ergeben.

treffen mehrere körper, während des vorganges der extrusion, aufeinander, so verschmelzen sie mit hilfe genetischer algorithmen zu einem neuen körper. so vermischen sich die gefundendn formen miteinander unabhängig ihrer räumlichen und zeitlichen distanz. mit zunehmenden prozessfortschritt wird die wahrscheinlichkeit, das die zu einem früheren zeitpunkt entstandenen körper kleiner skaliert werden immer höher bis sie ganz verschwinden. Weiters wird bei jedem prozessschritt entschieden, ob die körper unsichtbare negativ-körper werden und aus den anderen körpern ihre volumina „herausschneiden“. die wahrscheinlichkeit das sie diesen zustand annehmen wird mit grösser werdender anzahl von körpern höher.

dadurch entsteht im prozess des abfahren der strecke wien shanghai ein abbild der reise in der form eines turmes. die form spiegelt sowohl die „gesten der (bereisten) landschaft“ wie auch den zeitlichen ryhtmus der reise und diejenigen punkte wider, die von besondere interresse waren (höhere dichte an skizzen). durch die gerichtete verbiegung die die konstruktion durch die einbindung der gps daten als wahrscheinlichkeits gewichtung im stochastischen verfahren der extrusion erfährt wird auch der geographische kontext der reise im architektonischen modell erlebbar.

architektur entwurf wird als zeitlich prozessualer vorgang verstanden, der anektotisches beinhaltet und auf den genius loci eines zeitbasierten vorganges im geographischen raum anstatt eines konkreten ortes verweist.

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mit hilfe eines skizzenbuches wird der „gestus der landschaft“ wie anestis logothetis dies nennt aufgezeichnet.

gesucht werden nicht nur landschaften sondern auch formen und charakteristische linienzüge. dadurch entstehen, in einer cronologischen reihenfolge, anektodische grossteils vom inhalt abstrahierte linien.

diese linienzüge werden digitalisiert und dienen als ausgangspunkte eines algorithmisches prozesses der eine architektonische form innerhalb eines bereiches von ca. 50x50x200 cm generiert, die als architekturalisierung der reise zu verstehen ist.

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beim algorithmischen prozess werden die die linien zu flächen extrudiert. jede stunde wächst der turm um 5 mm. bei  jedem prozessschritt ist es möglich neue „gesten der landschaft“ als input zur verfügung zu stellen, diese neuen linien werden auf dem grundfeld, in der jeweils aktuellen höhe plaziert, die extrusion beginnt im nächsten prozessschritt. weiters wird die bewegung und drehung der extrusion durch die angabe der jeweiligen aktuellen GPS daten, die in die wichtung der stochastischen entscheidungen einfliessen, determiniert.

mehrer linien können, wenn sie zum gleichen zeitpunkt im skizzenbuch entstehen eine fläche und in der folge einen körper ergeben.

treffen mehrere körper, während des vorganges der extrusion, aufeinander, so verschmelzen sie mit hilfe genetischer algorithmen zu einem neuen körper. so vermischen sich die gefundendn formen miteinander unabhängig ihrer räumlichen und zeitlichen distanz. mit zunehmenden prozessfortschritt wird die wahrscheinlichkeit, das die zu einem früheren zeitpunkt entstandenen körper kleiner skaliert werden immer höher bis sie ganz verschwinden. Weiters wird bei jedem prozessschritt entschieden, ob die körper unsichtbare negativ-körper werden und aus den anderen körpern ihre volumina „herausschneiden“. die wahrscheinlichkeit das sie diesen zustand annehmen wird mit grösser werdender anzahl von körpern höher.

dadurch entsteht im prozess des abfahren der strecke wien shanghai ein abbild der reise in der form eines turmes. die form spiegelt sowohl die „gesten der (bereisten) landschaft“ wie auch den zeitlichen ryhtmus der reise und diejenigen punkte wider, die von besondere interresse waren (höhere dichte an skizzen). durch die gerichtete verbiegung die die konstruktion durch die einbindung der gps daten als wahrscheinlichkeits gewichtung im stochastischen verfahren der extrusion erfährt wird auch der geographische kontext der reise im architektonischen modell erlebbar.

architektur entwurf wird als zeitlich prozessualer vorgang verstanden, der anektotisches beinhaltet und auf den genius loci eines zeitbasierten vorganges im geographischen raum anstatt eines konkreten ortes verweist.